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Mach die Stadt
zu deiner Welle.
We ride
Any Break!

Concrete Surf heißt: Surfen, wenn kein Meer da ist. Mit dem Surfskate auf Beton, Asphalt und Backstein, mit dem Kopf immer auf der Welle.

dein Playground

Was Concrete Surf bedeutet

Skateboarden kommt vom Surfen. In den Fünfzigern haben Surfer in Kalifornien Rollen unter Bretter geschraubt, um auch an flachen Tagen fahren zu können. Sidewalk Surfing hieß das damals. Später kamen die leeren Pools dazu, und aus dem Ersatz wurde ein eigener Sport.

Surfskates holen das ursprüngliche Gefühl zurück. Die bewegliche Vorderachse lässt dich pumpen und carven wie auf einer Welle, ohne einmal anzuschieben. Solche Achsen gibt es seit Mitte der Neunziger, so richtig groß wurde das Ganze aber erst in den Lockdown-Jahren, als kaum jemand ans Meer kam.

Für uns ist das Any Break in seiner reinsten Form. Zwischen den Trips wird die Stadt zum Line-up: der Parkplatz, das Parkhaus, die Bowl im Park. Jeder Ort kann ein Break sein, wenn man ihn mit Surferaugen anschaut. Wenn es dich eher ans Wasser zieht, schau bei landlocked.surf vorbei.

Surfskate-Technik

Am Anfang fühlt sich ein Surfskate wackelig an. Nach ein paar Sessions merkst du, dass die Bewegung dieselbe ist wie auf der Welle.

Alles beginnt mit dem Stance: Füße etwa schulterbreit, der vordere über der Vorderachse, der hintere über der Hinterachse, Knie locker. Gesteuert wird mit Oberkörper und Blick. Wohin du schaust, dahin fährst du.

Speed holst du dir übers Pumpen: Gewicht auf die vordere Rail, in die Knie, aufrichten, rüber auf die andere Rail. Sitzt das, kommen Bottom Turn, Top Turn und Cutback dazu. Fang langsam und mit großen Bögen an, die engen Turns kommen von ganz allein.

Zu den Drills

Surfskate Setup

Der größte Unterschied zwischen zwei Surfskates steckt in der Vorderachse. Danach entscheiden Wheels, Bushings und Bearings, wie sich das Board anfühlt.

Alle Systeme folgen demselben Prinzip: Die Vorderachse bekommt eine zusätzliche Drehachse und lenkt viel stärker ein als hinten. Die Hinterachse bleibt stabil und dient als Drehpunkt. Ob Feder, Bushing oder Lager die Vorderachse zurück in die Mitte holt, macht den Charakter des Boards aus.

SURFSKATE / SEITENANSICHT Prinzip, nicht maßstabsgetreu Wheelbase Decklänge, je nach Körpergröße und Stance ADrehpunkt mit zweiter Achse BFeder oder Bushing CSchwenkarm mit Hanger DRiser und Basisplatte EHinterachse, bleibt stabil Schwenkbereich

Surfskate-Achsen im Vergleich

FEDERARM Feder spannt sich beim Einlenken

Schwenkarm mit Druckfeder

Carver C7, Smoothstar Thruster

Bei Carver C7 fließend und weit, ideal für große Carves und ein Longboard-Gefühl. Smoothstar ist deutlich lockerer und für enge Turns auf kleinem Raum gebaut, eher etwas mit Erfahrung. Bei beiden lässt sich die Federspannung einstellen.

REVERSE KINGPIN 90° 90° Dreht stabil, kein Federarm

Steiler Kingpin mit Bushings

Carver CX und C5

Kein Federarm, sondern ein steil gestellter Kingpin mit Bushings. Fährt straffer und stabiler, auch bei Tempo, und eignet sich gut für den Einstieg und den Skatepark. Der C5 ist flacher und schmaler und passt auch auf normale Decks.

SPIRALFEDER Feder spannt sich beim Drehen auf

Eine Spiralfeder in der Basis

YOW Meraki S4 und S5

Eine Spiralfeder sitzt in der Basisplatte. Ein Ende ist an der Basis fixiert, das andere greift in den drehenden Achskörper. Beim Einlenken spannt sie sich auf und dreht die Achse zurück in die Mitte. Fühlt sich snappy an.

360° DREHUNG Draufsicht Extrem wendig, braucht Übung

Vorderachse dreht komplett

SwellTech

Die Vorderachse kann sich komplett drehen und wird nur von Federn zurückgeholt. Sehr aggressiv und wendig, dafür mit steiler Lernkurve. Eher für gezieltes Surf-Training als für lange Strecken.

ADAPTER AdapterStandardachse Macht aus dem eigenen Board ein Surfskate

Zwischenstück für jede Achse

Waterborne Surf und Rail Adapter

Kein eigenes Achssystem, sondern ein Zwischenstück zwischen Deck und normaler Achse, mit Drucklagern und Bushing. Lässt sich gut aus dem Stand pumpen. Der Rail Adapter gibt der Hinterachse mehr Neigung, damit sie mithält.

Feintuning: Deck, Wheels, Bushings, Bearings

Deck, Wheelbase und vier Teile, mit denen du aus jedem Surfskate mehr rausholst.

Deck-Shapes

  • Kurze Decks um 29 bis 30 Zoll: wendig, für Bowl, Pumptrack und enge Linien
  • 31 bis 33 Zoll: der Allrounder, nah am Gefühl eines Shortboards
  • Ab 34 Zoll: ruhiger und stabiler, für lange Carves und mehr Tempo
  • Kicktail für Snaps, Kickturns und die Bowl. Fish- oder Swallowtail gibt hinten zusätzlich Halt beim Cutback
  • Breite Nose und Concave halten die Füße in Position und bringen den Druck direkter auf die Rail

Wheelbase

  • Die Wheelbase, also der Radstand, ist der Abstand zwischen den Achsen, gemessen zwischen den inneren Schraubenlöchern
  • Kurz, etwa 15 bis 16 Zoll: enge Turns und schnelle Snaps, ideal für Bowl und Pumptrack
  • Mittel, etwa 16,5 bis 17,5 Zoll: der Allrounder zum Carven auf Parkplatz und Asphalt
  • Lang, ab etwa 18 Zoll: stabiler bei Tempo und mit größeren Bögen, gut für größere Rider
  • Viele Decks haben mehrere Lochreihen, so kannst du die Wheelbase selbst verändern

Wheels

  • Weich, um 78a, mit eckiger Kante und breiter Lauffläche: greift beim Carven und Pumpen und schluckt rauen Asphalt
  • Härter, ab etwa 81a, mit runder Kante und schmaler Lauffläche: bricht leichter aus, gut für Snaps und Slides auf glattem Boden
  • 60 bis 65 mm: wendig und schnell beschleunigt, für Bowl und Park
  • 65 bis 70 mm: der Allrounder zum Carven. Größere Rollen halten Tempo, erhöhen aber das Risiko für Wheelbite

Bushings

  • Serien-Bushings werden mit der Zeit weich und träge
  • Hochwertige Bushings federn schneller zurück, die Achse reagiert direkter und gibt beim Pumpen mehr Rückmeldung
  • Ein Beispiel ist Riptide mit der APS-Mischung. Die fahren wir selbst und haben damit die besten Erfahrungen gemacht, es gibt aber auch andere gute Hersteller
  • Die Härte richtet sich nach deinem Gewicht. Riptide hat dafür eine Gewichtstabelle
  • Vorne darf es eine Stufe weicher sein, wenn du tiefer einlenken willst

Pivot Cups

  • Im Pivot Cup sitzt der Zapfen der Achse, hier entsteht beim Einlenken Reibung
  • Abgenutzte Cups quietschen und machen die Achse hakelig
  • Ein Beispiel sind die WFB-Cups von Riptide. Sie sind auf möglichst wenig Reibung ausgelegt, dadurch dreht die Achse glatt und leise
  • Günstige Alternative: den Zapfen mit etwas Wachs einreiben. Ölige Schmiermittel lieber weglassen, sie können Urethan angreifen

Bearings

  • Bearings sind die Kugellager in deinen Wheels, zwei pro Wheel
  • Es gibt sie mit Kugeln aus Stahl, meist Edelstahl, oder aus Keramik. Keramik läuft leichter und rostet nicht, kostet aber deutlich mehr
  • Manche Bearings haben das Zwischenstück schon eingebaut (Built-ins). Bei allen anderen gehört ein Spacer zwischen die beiden Lager, damit sie beim Festziehen nicht verkanten
  • Die ABEC-Zahl sagt beim Skaten wenig aus. Wichtiger sind gute Dichtungen und Pflege: ab und zu reinigen und neu ölen, nach Pfützen gut trocknen lassen

Surfskate Spots

Du brauchst keinen Skatepark. Du brauchst glatten Boden und ein bisschen Fantasie.

Die besten Sessions starten oft direkt vor der Haustür. Ein leerer Parkplatz am Sonntagmorgen, ein Parkhaus nach Feierabend, ein frisch geteerter Radweg. Dazu kommen Pumptracks und Bowls, die es inzwischen in vielen Städten gibt.

Wenn du gezielt suchen willst: Bei Trucks and Fins findest du weltweit über 19.000 Einträge, von Skateparks über Pumptracks bis zu Bowls. Den Rest machst du dir selbst zum Playground.

Spots bei Trucks and Fins

Surfskate-Training fürs Surfen

Ein paar Hütchen, ein Stück Asphalt und zwanzig Minuten. Mehr braucht es nicht, um die Bewegungen fürs Wasser zu üben.

Hütchen-Drills

Ein paar Hütchen machen aus jedem Parkplatz einen Trainingsplatz. Sie zwingen dich zu sauberen Linien statt planlosem Rumfahren.

  • Slalom: von Rail zu Rail pumpen, ohne anzuschieben
  • Achten um zwei Hütchen: Frontside und Backside gleich oft üben
  • Enger Turn um ein Hütchen: Rotation aus Schultern und Hüfte, wie beim Cutback
  • Abstände vergrößern oder verkleinern, sobald es zu leicht wird

Surf-Drills auf Beton

Übertrag die Manöver bewusst von der Welle auf den Asphalt und denk dir die Welle dazu.

  • Bottom Turn: tief in die Knie, Blick nach oben zur gedachten Lippe
  • Top Turn: aufrichten, Schultern drehen, das Board folgt
  • Cutback: zurück Richtung gedachtes Weißwasser
  • Pop-up auf einer Matte üben und mit genau diesem Stance losfahren

Körper

Surfskaten fordert Knie, Hüfte und Sprunggelenke anders als Laufen oder Radfahren. Ein bisschen Vorbereitung macht viel aus.

  • Kurz aufwärmen: Kniebeugen, Hüftkreisen, Ausfallschritte
  • Mobility für Hüfte und Brustwirbelsäule, damit die Rotation frei bleibt
  • Einbeinige Übungen für Balance und stabile Knie
  • Rumpf gegen Rotation, zum Beispiel Pallof Press mit Band

Und ganz ehrlich: Helm und Schoner gehören dazu, gerade am Anfang und in der Bowl. Was du fürs Paddeln und den Pop-up im Wasser tun kannst, steht auf landlocked.surf.

Zum Weiterschauen

Kanäle, von denen wir selbst viel gelernt haben (und deren Clips einfach Spaß machen).

The Surfskate Academy

Der beste Einstieg, wenn du Surfskaten als Surf-Training siehst. Technik Schritt für Schritt.

YouTubeInstagram

Surfskate Love

Wie man sich Surfskaten selbst beibringt, dazu viel zu Setup und Wartung.

YouTube

YOW Surf

Surfskate-Movies, nach denen du sofort raus willst.

YouTube

Carver Skateboards

Klassiker unter den Surfskate-Clips, von der Straße bis in die Bowl.

YouTube

Surfskate-Communities

Alleine fahren ist gut, zusammen fahren ist besser. In vielen Städten gibt es inzwischen Surfskate-Communities mit regelmäßigen Sessions.

  1. Community finden

    Such dir eine Gruppe in deiner Nähe und schreib sie über Instagram an.

  2. Mitfahren

    Die meisten Sessions sind offen für alle Level. Einfach vorbeikommen und das Board mitbringen.

  3. Dranbleiben

    Regelmäßig fahren bringt mehr als jedes Video. Und zusammen macht es einfach mehr Spaß.

Zuletzt geprüft: . Fehlt eine Community oder ist eine nicht mehr aktiv? Schreib uns an hej@slowlifesociety.com.

Häufige Fragen zum Surfskaten

Was ist ein Surfskate?

Ein Surfskate ist ein Skateboard mit einer besonders beweglichen Vorderachse. Sie lenkt stärker ein und lässt sich aus der Rotation heraus pumpen, sodass du ohne Anschieben Tempo machst. So fühlt sich das Fahren auf Asphalt an wie Surfen auf der Welle, darum nutzen viele Surfer das Surfskate als Training an Land.

Welches Surfskate ist das richtige für den Anfang?

Für den Einstieg sind Systeme mit etwas mehr Stabilität angenehm, zum Beispiel Carver CX. Lockere Systeme wie Smoothstar oder SwellTech machen eher Spaß, wenn du schon sicher auf dem Board stehst. Die Decklänge richtet sich nach Körpergröße und Stance, die meisten Boards liegen zwischen 29 und 34 Zoll.

Was ist der Unterschied zu Skateboard und Longboard?

Beim Skateboard und Longboard lenken beide Achsen ähnlich. Beim Surfskate lenkt die Vorderachse deutlich stärker ein und dreht um eine zusätzliche Achse. Dadurch kannst du pumpen, ohne anzuschieben, und enge Turns fahren wie auf der Welle.

Bringt Surfskaten etwas fürs Surfen?

Ja, wenn die Technik stimmt. Pumpen, Rotation, Haltung und das Timing von Turns lassen sich gut auf Beton üben. Falsche Gewohnheiten übertragen sich aber genauso: Wer auf dem Skate aus den Füßen lenkt oder mehr pumpt, als die Linie braucht, macht das auch auf der Welle. Paddeln, Pop-up und Wellen lesen trainierst du damit nicht.

Brauche ich Schutzausrüstung?

Ein Helm ist immer eine gute Idee, Knie- und Ellbogenschoner vor allem am Anfang und in der Bowl. Handgelenkschoner helfen, wenn du dich beim Sturz instinktiv abstützt.

Wo darf ich fahren?

Rechtlich ist das in Deutschland nicht ganz eindeutig geregelt. Auf der Fahrbahn haben Skateboards in der Regel nichts zu suchen, auf Gehwegen gelten oft dieselben Regeln wie für Fußgänger, also langsam und mit Rücksicht. Auf Privatgelände wie Parkplätzen oder Parkhäusern entscheidet der Eigentümer.

Wie oft sollte ich üben?

Lieber dreimal die Woche zwanzig Minuten als einmal im Monat einen halben Tag. Kurze Sessions mit klarem Fokus, zum Beispiel nur Hütchen-Slalom oder nur Bottom Turns, bringen am meisten.

Wer hier schreibt

Hej, schön, dass du hier gelandet bist. Wir sind zwei landlocked Surfer aus Hamburg. Das Meer ist fast immer zu weit weg für eine schnelle Session nach Feierabend, also surfskaten wir durch die Stadt. Parkplatz, Parkhaus, Bowl, je nachdem, was gerade frei ist. Any Break, so nennen wir das.

Hinter dieser Seite steht SLOW LIFE SOCIETY. Wir machen Street- und Surfwear für alle, die ihren eigenen Flow suchen, im Wasser, auf Beton oder ganz einfach im Alltag. Uns verbindet die Idee, dass ein gutes Leben nicht davon abhängt, wie schnell man durchrauscht, sondern wie präsent man dabei ist. Jedes Design erzählt seine eigene Geschichte von Europas Küsten, vom kalten Norden bis in den sonnigen Süden, und alle sind 100 % human‑made.

Und wir träumen von einem echten Ort, an dem diese Community zusammenkommt. So weit sind wir noch nicht, aber wir arbeiten dran.

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